Prof. Christoph Benz

Prof. Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer:

„Eine Parodontitis kann behandelt werden. Zähne können durch eine gezielte Behandlung bis ins hohe Alter erhalten bleiben – ein zahnloser Lebensabend ist also kein unvermeidbares Schicksal. Das geht aber nur, wenn das Bewusstsein für diese „stille Erkrankung“ da ist. Und wenn die Patientinnen und Patienten mitmachen und am Ball bleiben.“

Zündstoff Parodontitis

Schon der Tag der Zahngesundheit 2021 klärte rund um das Thema Parodontitis auf. Jetzt wurde mit www.paro-check.de eine bundesweite Aufklärungskampagne gestartet. Denn Parodontitis ist eine unterschätzte Volkskrankheit. Parodontitis führt zu Zahnlockerung und im schlimmsten Fall Zahnverlust. Die chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates entwickelt sich meist schleichend und unbemerkt, ohne dass die Betroffenen die Symptome erkennen. Und Parodontitis ist weit verbreitet: Jeder zweite Erwachsene und fast zwei von drei jüngeren Senioren sind in Deutschland laut der aktuellen Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) betroffen.

Was viele nicht wissen: Eine unbehandelte Parodontitis hat nicht nur Auswirkungen auf den Mundraum, sondern gilt auch als Risikofaktor für Diabetes Typ II und Herz-Kreislauferkrankungen. Wie man eine Parodontitis erkennt? Typische Symptome können ein leicht gerötetes, entzündetes Zahlfleisch oder Zahnfleischbluten, Mundgeruch oder auch Zahnfleischrückgang sein. Was hilft, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin. Neben der Prophylaxe in der Zahnarztpraxis sind eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene sowie ein gesunder Lebensstil die wichtigsten Faktoren, um Parodontitis vorzubeugen.

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